Axel Springer öffnet iKiosk für andere Verlage

Mittwoch, 29. Juni 2011
Springer öffnet den iKiosk für andere Verlage
Springer öffnet den iKiosk für andere Verlage


Axel Springer will seine digitale Verkaufsplattform iKiosk weiter ausbauen und dafür auch andere Verlage mit ins Boot holen. "Voraussichtlich im Spätsommer werden wir den iKiosk auch für andere Verlage und deren Angebote öffnen", kündigt Georg Konjovic, Direktor Premium Content von Axel Springer, im "Handelsblatt" an. "Davon versprechen wir uns einen zusätzlichen Schub." Der Konzern verhandelt bereits mit anderen Verlagen über eine Erweiterung des Angebotes: "Wir führen aktuell Gespräche mit anderen Verlagen über eine Integration in den iKiosk. Die Verhandlungen verlaufen sehr konstruktiv", verrät Konjovic. Konkurrent Burda spricht laut "Handelsblatt" von einer "interessanten Initiative".

Vielen Verlagen ist die Dominanz von Apple beim Vertrieb digitaler Medieninhalte im Internet ein Dorn im Auge. Apple streicht für jede Transaktion 30 Prozent Provision ein, außerdem geben die Verlage nur äußerst ungern den direkten Kontakt zu ihren Abonnenten aus der Hand. Daher arbeiten viele Verlage mit Hochdruck an eigenen Vertriebplattformen im Internet: "Es ist für die Verlagsbranche wichtig, frühzeitig auch Vertriebswege außerhalb der Apple-Welt zu entwickeln und zu monetarisieren", sagt Konjovic.

Neben Axel Springer haben auch der Medienkonzer Bertelsmann (Gruner + Jahr) mit Pubbles und die Deutsche Telekom mit Pageplace eigene digitale Vertriebsplattformen aus der Taufe gehoben. Springers iKiosk umfasst aktuell 24 Zeitungen und Zeitschriften. Neben den Zeitungen "Bild" und "Welt" zählen Magazine wie "Sport Bild" oder "Bild der Frau" ebenso zum Angebot wie die "Hörzu". dh
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