Axel Springer legt Beschwerde gegen Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts ein

Donnerstag, 23. Februar 2006
Mathias Döpfner
Mathias Döpfner

Axel Springer hat Beschwerde gegen die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts gegen den beabsichtigten Erwerb der Pro Sieben Sat 1 Media vom 19. Januar 2006 eingelegt. Über die Beschwerde wird das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden. Das Medienunternehmen hatte sich am 1. Februar 2006 überraschend dazu entschlossen, die Übernahmepläne aufgrund der zahlreichen Unsicherheiten insbesondere eines möglichen Ministererlaubnisverfahrens und der damit verbundenen Risiken für alle Beteiligten nicht weiterzuverfolgen. Zuvor hatten Bundeskartellamt und die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) das Vorhaben untersagt. Das Beschwerdeverfahren wurde nach Angaben des Verlags nun eingeleitet, um Rechtssicherheit für künftige Akquisitionen zu erhalten. Sollten die vom Kartellamt angeführten Untersagungsgründe, deren Rechtmäßigkeit Axel Springer bestreitet, Bestand haben, wäre Wachstum durch Zukäufe für den Konzern in Deutschland kaum noch möglich. Das Kartellamt hatte unter anderem bemängelt, dass Springer im bundesweiten Anzeigenmarkt dank "Bild" und "Welt" mit rund 40 Prozent Marktanteil bereits eine "überragende Marktstellung" besitzen. nr



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