Axel Springer lädt Alt-68er zum Tribunal

Donnerstag, 02. Juli 2009
Mathias Döpfner lädt zum "Springer Tribunal"
Mathias Döpfner lädt zum "Springer Tribunal"
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Axel Springer Geschehnis Tribunal Mathias Döpfner


Nach mehr als 40 Jahren will Axel Springer die Geschehnisse des Jahres 1968 noch einmal aufarbeiten. Der Medienkonzern lädt die Springer-Gegner von damals zum "Springer-Tribunal" im Oktober ein, um zu klären, welche Rolle die Blätter des Verlags während der Studentenbewegung gespielt haben. "Wir möchten wissen, wie es damals wirklich war", sagt der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Er will Versäumtes nachholen, denn bereits im Februar 1968 sollte es zu einem Tribunal kommen, das jedoch von den Organisatoren auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. Das Ziel der Versammlung war es, die Zeitungen des Hauses als Organe politischer Hetze zu entlarven und die Enteignung des Verlags voranzutreiben.

Heute räumt Döpfner ein, dass die Springer-Blätter "seinerzeit journalistische Fehler gemacht haben". Für die Debatte im Oktober verspricht er: "Wir werden nichts vertuschen." Dabei erhofft sich der Springer-Boss auch mediale und finanzielle Unterstützung von Wettbewern. bn
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