Axel Springer investiert eine Million Euro in investigativen Journalismus

Mittwoch, 19. Mai 2010
Mathias Döpfner investiert in Qualität
Mathias Döpfner investiert in Qualität

Während andere Printhäuser an allen Ecken und Ende sparen, stockt Axel Springer sein Budget für die Berichterstattung auf. Der Medienkonzern stellt seinen Journalisten einen zusätzlichen Etat von insgesamt einer Million Euro für investigative Beiträge zur Verfügung. "Wirtschaftlicher Erfolg ist nur mit journalistischer Exzellenz zu erzielen", begründet der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. "Wir müssen den Lesern unserer Zeitungen und Zeitschriften und den Nutzern unserer Online-Angebote noch mehr Geschichten und Informationen bieten, die so nur bei uns zu finden sind." Exklusive, aufmerksamkeitsstarke Artikel kann das Medienhaus in Zukunft gut gebrauchen, treibt es doch mit großen Ehrgeiz das Thema Paid Content voran. Schließlich sind Leser und Internetnutzer nur dann bereit für Content zu zahlen, wenn er einzigartig ist und einen echten Mehrwert bietet.

Wie das Geld genau auf die einzelnen Medienmarken verteilt wird, verrät das Unternehmen nicht. Fest steht, dass die Kassen angesichts der positiven Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr und auch im 1. Quartal 2010 gut gefüllt sind. Zum Hintergrund: Springer hat im 1. Quartal 2010 sein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 48,4 Prozent auf 119,2 Millionen Euro verbessert. bn
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