Axel Springer hebt Prognose an

Dienstag, 20. April 2010
Springer-Chef Döpfner freut sich über das 1. Quartal
Springer-Chef Döpfner freut sich über das 1. Quartal

Axel Springer blickt optimistischer ins Jahr 2010 und korrigiert seine Prognose vom März nach oben. Für das aktuelle Geschäftsjahr geht das Unternehmen nun von einem "deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes aus". Auch der bislang prognostizierte Anstieg des Ebitdas von rund 10 Prozent werde "deutlich übertroffen". Im vergangenen Jahr meldete Springer einen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund 30 Prozent auf 333,7 Millionen Euro. Zum möglichen Jahresüberschuss 2010 gibt Axel Springer keine Einschätzung ab. Er war 2009 um rund 40 Prozent auf 152,6 Millionen Euro eingebrochen. Der Konzern kam damit nur noch auf eine Rendite von 5,8 Prozent. Die Relation von Jahresüberschuss zu Umsatz lag 2009 somit deutlich unter den Werten zwischen 8,5 und 9,3 Prozent, die Springer in den Jahren 2005 bis 2008 erzielen konnte.

Anlass für den aktuellen Optimismus geben die Zahlen für das 1. Quartal 2010, die der Konzern im Detail erst am 11. Mai veröffentlicht. Demnach lag das Ebitda in den ersten drei Monaten des Jahres bei 119,2 Millionen Euro und damit deutlich höher als im Vorjahreszeitraum (80,3 Millionen Euro). Der Konzernumsatz legte um 7 Prozent auf 663,7 Millionen Euro zu. Grund sei das Anziehen des Werbemarktes vor allem im März, und das starke Wachstum im Segment Digitale Medien. Springer hatte im vergangenen Jahr mehrere Onlinebeteiligungen aufgestockt und dürfte auch durch diese Akquisitionen zulegen und nicht nur durch organisches Wachstum. So erhöhte Springer im September 2009 seine Anteile an Stepstone und erwarb im Oktober 2009 Anteile an Digital Window.

Auch die fortgesetzte Kostendisziplin macht Springer als Grund für die Ergebnisverbesserung aus. Der Konzern hatte 2009 weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit rund 75 Millionen Euro eingespart.

Springer vermeldet zudem "historische Höchstwerte" für die Ebitda-Renditen der Segmente Zeitungen National und Zeitschriften national, auch die internationalen Printmedien konnten zumindest ihre operative Ertragslage deutlich verbessern. pap
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