Axel Springer erhöht Etat für investigative Recherche

Mittwoch, 13. März 2013
Springer-Chef Mathias Döpfner setzt auf exklusive Inhalte
Springer-Chef Mathias Döpfner setzt auf exklusive Inhalte


Axel Springer
stockt den Sonderetat für investigativen Journalismus kräftig auf. Statt einer Million Euro stehen ab sofort jedes Jahr 1,5 Millionen Euro für aufwändige Recherchen zur Verfügung. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen vor allem exklusive Inhalte für die digitalen Bezahlangebote des Verlags ermöglicht werden. Aus dem Sondertopf werden umfangreiche Recherchen sowie besondere Formen der Darstellung finanziert, die mit den vorhandenen Redaktionsbudgets nicht realisiert werden können. "Die Erhöhung unseres Sonderbudgets ist eine Investition in Qualitätsjournalismus für digitale Angebote", betont Springer-Chef Mathias Döpfner: "Wir wollen, dass Journalismus, für den Leser bereit sind zu zahlen, auch in der digitalen Welt eine Zukunft hat. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird sein, dass wir unseren Lesern unabhängige, exzellent recherchierte Exklusiv-Geschichten und innovative Darstellungsformen anbieten."

Im vergangenen Jahr wurden aus dem Sonderetat unter anderem eine Enthüllungsgeschichte über die Machenschaften eines Erotik-Unternehmens in der "Welt am Sonntag", eine Recherche von "Sport Bild" zum umstrittenenen Transfer eines Fußballspielers und eine Serie in der "Bild der Frau" zum Thema Sterbehilfe finanziert. dh
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