Axel Springer beteiligt Mitarbeiter am Unternehmensgewinn

Mittwoch, 13. Dezember 2006
Springer-Chef Döpfner will die Motivation stärken
Springer-Chef Döpfner will die Motivation stärken

Jetzt ist es beschlossen und offiziell: Das Verlagshaus Axel Springer beteiligt ab 2007 seine Mitarbeiter am Unternehmensgewinn. Bislang haben nur Management und Chefredakteure am Ergebnis partizipiert - die Übertragung des Modells auf alle Mitarbeiter hatte der Betriebsrat offenbar lange Zeit blockiert. Bemessungsgrundlage ist das im jeweils vorangegangenen Geschäftsjahr erreichte, um Sondererlöse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita). Für 2006 rechnet der Verlag mit einem Ebita-Ergebnis von bis zu 15 Prozent vom Umsatz. In diesem Fall ergäbe sich eine Erfolgsbeteiligung von 1000 Euro. Anstelle der allgemeinen Beteiligung können Mitarbeiter, mit denen eine persönliche Zielvereinbarung besteht oder auf freiwilliger Basis abgeschlossen wird, einen individuellen leistungsabhängigen Erfolgsbonus erhalten. Mit dem Modell "wollen wir die gemeinsame Motivation zur Erreichung der wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens stärken", schreibt Vorstandschef Mathias Döpfner in einer Hausmitteilung. Er erwartet für das Geschäftsjahr 2006 "wieder ein Rekordergebnis". rp

Mehr zum Thema Erfolgsbeteiligung von Mitarbeitern, Managern und Chefredakteuren lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 50/2006, die am Donnerstag, 14. Dezember, erscheint.

Chart: Unternehmensbeteiligung: Kapital- und Erfolgsbeteiligungen in deutschen Medienunternehmen

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