Axel Springer Verlag setzt auf den virtuellen Newsroom

Dienstag, 31. Januar 2012
Springer ändert bei "Welt" und "Berliner Morgenpost" die Strukturen
Springer ändert bei "Welt" und "Berliner Morgenpost" die Strukturen

In den gemeinsamen Newsroom und zurück: Der Axel Springer Verlag lässt die Redaktionen der "Welt" und der "Berliner Morgenpost" künftig wieder in zwei separaten Räumen arbeiten. Nach zehn gemeinsamen Jahren sollen sich die Journalisten künftig virtuell austauschen. Vor allem die Profile der "Marken in den unterschiedlichen Wettbewerbsumfeldern" sollen damit geschärft werden, sagt "Morgenpost"-Chefredakteur Carsten Erdmann. Während sich sein Blatt mehr auf den Berliner Zeitungsmarkt fokussieren wolle, will die "Welt" künftig ihrem Internetauftritt Welt Online den Vorrang geben. Für Chefredakteur Jan-Eric Peters ist die Marschrichtung klar: „Künftig wird das Digitale den Takt in unserer Redaktion vorgeben.“

Dass die Nachrichten künftig noch schneller, ohne komplexe technische Formatierungs- und Abstimmungsprozesse, in die unterschiedlichen Kanäle fließen, gewährleistet laut Springer das Redaktionssystem „Newsgate“, welches den Redakteuren das komplexere Arbeiten ermögliche. Trotz der räumlichen Trennung bleiben die beiden Zeitungen weiterhin in der gemeinsamen Gruppe vereint, es soll außerdem keine personellen Auswirkungen geben. kl
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