Axel-Springer-Verlag kündigt Vertrag mit Peter Boenisch

Freitag, 08. Juni 2001

Der Axel-Springer-Verlag hat den Autoren- und Beratungsvertrag mit Peter Boenisch gekündigt. Der Vertrag war erst im April dieses Jahres - nachdem Boenisch den Springer-Aufsichtsrat verlassen hatte - geschlossen worden und beinhaltete nach Angaben des Verlags unter anderem die "exklusive Autorentätigkeit" für den Springer-Verlag.

Veröffentlichungen Boenischs hätten ausdrücklicher vorheriger Zustimmung des Verlags bedurft. Diese sei aber für einen Artikel Boenischs in der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) vom 29. Mai nicht eingeholt worden. Durch diesen Verstoß gegen den Vertrag bereits zu Beginn der Beratertätigkeit sieht der Verlag das Vertrauen zerstört. Die Vertragsverletzung ist "Anlass für die Beendigung des Vertrags".

In dem Artikel, den Boenisch für die "SZ" verfasst hatte, ging es um die Reduzierung von Bordexemplaren der "SZ" aufgrund von kritischer Berichterstattung der Zeitung gegenüber dem Unternehmen. Der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags, August A. Fischer, erklärte dazu: "Nicht der Inhalt des Beitrages ist Grund der Kündigung, sondern der dadurch vollzogene Vertragsbruch."
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