Axel Springer Verlag kämpft mit Frau von Heute gegen Burda-Titel

Freitag, 25. April 2003
Zum Verwechseln ähnlich
Zum Verwechseln ähnlich

Der Axel Springer Verlag geht in die Gegenoffensive: Mit dem Titel "Frau von Heute" will der Verlag der Burda-Zeitschrift "Frau im Trend", die seit kurzem in einigen Testmärkten in unterschiedlichen Preistufen erhältlich ist, das Leben schwer machen und die Position des Klassikers "Bild der Frau", dem marktführenden Titel im Wochensegment, sichern. Die Cover der drei Titel sehen sich fast zum Verwechseln ähnlich.

Der Verkaufspreis von "Frau von Heute" beträgt 40 Cent. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Nikolas Marten, Herausgeber und Verlagsgeschäftsführer Frauenzeitschriften. Das redaktionelle Konzept wendet sich an "alle modernen und aufgeschlossenen Frauen von heute". Die Erstausgabe umfasst 56 Seiten.

"Springer wurde in Testmärkten angegriffen und reagiert mit einem Plagiat, um den Wettbewerb zu unterbinden", erklärt Burda-Sprecher Nikolaus von der Decken. Der Axel Springer Verlag hatte zuvor vergeblich versucht, mit einer einstweiligen Verfügung den Burda-Titel zu stoppen. Auf die Offensive reagiert Burda nun mit einer Ausweitung des Testlaufs von "Frau im Trend". Ab heute ist das neue Heft bereits über ein Drittel der Grossisten bundesweit erhältlich. Ab morgen soll der Titel bundesweit an allen Kiosken ausliegen. Zudem hat Burda eine einstweilige Verfügung wegen Plagiats gegen den Springer-Titel erwirkt. sch
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