Axel Springer: Sonntags-Kooperation zwischen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost?

Dienstag, 17. Oktober 2006

Der Verlag Axel Springer plant, das "Hamburger Abendblatt" auch sonntags erscheinen zu lassen. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, heißt es aus dem Verlag. Damit würde Axel Springer auf die Ankündigung der BV Deutsche Zeitungsholding reagieren, die Ortskonkurrenz "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") ab Anfang November auch sonntags zu produzieren. Hamburg ist neben Berlin der wichtigste Regionalmarkt für Axel Springer. Der Wettbewerber BV Deutsche Zeitungsholding, hinter der angloamerikanische Finanzinvestoren stehen, dürfte bei den Sonntagsplänen einen Kostenvorteil haben, da die Hamburger "Mopo" auf Inhalte und Seiten des Schwesterblatts "Berliner Kurier" zurückgreifen kann, das seit langem auch sonntags erscheint.

Aus diesem Grund könnte man sich auch bei Axel Springer bald auf Synergiesuche begeben - und darüber nachdenken, mit der verlagseigenen "Berliner Morgenpost", der seit langem auch sonntags erscheinenden Hauptstadt-Schwesterzeitung des "Hamburger Abendblatts", gemeinsame Sache zu machen. Dies wiederum könnte der Einstieg in eine weitergehende Zusammenarbeit zwischen beiden Metropolen-Tageszeitungen aus dem Hause Axel Springer sein. Bisher sind bereits die Redaktionen der "Welt"-Gruppe sowie der "Berliner Morgenpost" in einem gemeinsamen Newsroom weitgehend vereint; das "Hamburger Abendblatt" geht bisher noch eigene Wege. Bei Axel Springer will man entsprechende Spekulationen nicht kommentieren. rp

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