Axel Springer: Online- und Auslandsgeschäft sorgen für Umsatzplus

Donnerstag, 29. Mai 2008
Springer-Chef Mathias Döpfner freut sich über das Ergebnis
Springer-Chef Mathias Döpfner freut sich über das Ergebnis

Axel Springer hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 8,5 Prozent auf 641,7 Millionen Euro steigern können. Grund sind wachsende Erlöse aus digitalen Medien sowie der starke Auslandsmarkt. Das Ebidta sank von 106 auf 78,7 Millionen Euro. Als Ursache für den Rückgang führt das Unternehmen einmalige Kosten wie den "Bild"-Umzug nach Berlin an. Als Wachstumsmotor erwies sich vor allem das Online-Geschäft. Insbesondere der Kauf der E-Commerce-Plattform Zanox.de und der Frauenwebsite Aufeminin.de trugen maßgeblich zur Umsatzsteigerung bei. Im Segment der digitalen Medien stieg der Umsatz von 19,5 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 81,5 Millionen im 1. Quartal 2008. Die Beteiligung des Unternehmens an Dogan TV schlägt jedoch auf das operative Ergebnis: Das Ebidta sank auf -11,7 Millionen (Vorjahreszeitraum: -5 Millionen).

"Unsere Digitalisierungsinitiative zahlt sich aus", gibt sich Springer-Chef Mathias Döpfner zufrieden. "Das Reichweitenwachstum, welches wir im Online-Geschäft vorweisen können, ist eine gute Währung für die Werbeindustrie".

Im Kerngeschäft des Konzerns, dem Zeitungsmarkt im Inland, muss Springer einen Umsatzrückgang hinnehmen: das Segment Zeitungen National konnte nur noch einen Umsatz von 296,7 Millionen Euro erwirtschaften (Vorjahreszeitraum: 314,3 Millionen). Gründe dafür seien ein schwieriges Printmarktumfeld sowie rückläufige Werbeerlöse.

Im Segment Zeitschriften National lag der Umsatz bei 141,1 Milionen Euro (Vorjahreszeitraum: 146,9 Millionen). Zum Umsatzrückgang trugen unter anderem der Verkauf des Männermagazins "Maxim" und veränderte Erscheinungsintervalle bei den Jugendzeitschriften bei. Das Ebidta stieg um 26 Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Für diese Entwicklung waren vor allem deutliche Ergebnisverbesserungen im Segment Frauen-, Computer- und Finanzzeitschriften verantwortlich.

Das Segment Print International steigerte den Umsatz von 93,1 Millionen Euro auf 97,9 Millionen Euro. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch das erweiterte Geschäft in der Schweiz. Das Ebidta verbesserte sich von -2,0 Millionen Euro auf 0,7 Millionen Euro.

Die Strategie für das laufende Geschäftsjahr sei Döpfner zufolge eine weitere Bündelung digitaler Aktivitäten. 2008 seien zunächst keine weiteren Zukäufe im digitalen Geschäft geplant. Der Fokus läge eher auf Integration und Performance.
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