Axel Springer Media Impact präsentiert Rabattmodell / Mediaplaner üben Kritik

Montag, 16. Februar 2009
Will mehr Transparenz und Flexibilität bieten: Peter Würtenberger
Will mehr Transparenz und Flexibilität bieten: Peter Würtenberger

Der Vermarkter Axel Springer Media Impact hat heute gegenüber der Presse sein neues Preismodell vorgestellt. Ziel ist es, so Vermarkterchef Peter Würtenberger, dem Kunden mehr Transparenz und Flexibilität zu bieten. Der Werbekunde kann ab sofort zwischen Drei-Rabatt-Stufen wählen. Im sogenannten Fix-Rabatt-Korridor legt er sich bereits zu Jahresbeginn fest, welchen Umsatz er mit der Springer Medien erzielen will. Als Gegenzug für das frühzeitige Commitment gewährt ihm Axel Springer Media Impact einen Preisvorteil im einstelligen Prozentbereich. Die Niedrig-Rabatt-Stufe bietet der sogenannte Flex-Rabatt-Korridor. Dafür hat der Kunde eine größere Flexibilität bei der Kampagnenbuchung. Die dritte Säule sind Turbo-Angebote, sprich, kurzfristige Aktionen, um auf plötzliche Veränderungen im Markt reagieren zu können.


Ein Mediaplaner gegenüber HORIZONT.NET: In rezessiven Märkten, bei der aktuellen hohen Verunsicherung von Werbekunden zu fordern, dass sie ihre Budgets bereits im Januar festlegen, ist schierer Wahnsinn. “

Laut Würtenberger sind vor allem die Fix-Rabatte bei den Kunden beliebt. Im ersten Monat nach Einführung werde darüber das größte Umsatzvolumen erwirtschaftet. Vertreter von Mediaagenturen üben jedoch an diesem Modell heftige Kritik. "In rezessiven Märkten, bei der aktuellen hohen Verunsicherung von Werbekunden zu fordern, dass sie ihre Budgets bereits im Januar festlegen, ist schierer Wahnsinn", sagt ein Mediaplaner gegenüber HORIZONT.NET. Die flexible Vereinbarung sei zu schlecht rabattiert, so dass viele Kunden benachteiligt seien. Würtenberger will diese Kritik nicht gelten lassen und verweist auf die nach seinen Angaben positiven Rückmeldungen von Werbekunden. Er will in Zukunft vor allem Unternehmen aus der Branche der Fast Moving Consumer Goods gewinnen, die bisher das Gros ihrer Budgets in TV investieren. bn
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