Axel Springer: Management-Buy-out bei „Euro am Sonntag“? / „Euro“ an JDB-Gruppe?

Donnerstag, 21. Januar 2010
Frank-Bernhard Werner, Geschäftsführer und Chefredakteur von "Euro am Sonntag"
Frank-Bernhard Werner, Geschäftsführer und Chefredakteur von "Euro am Sonntag"

Bei Axel Springer konkretisieren sich die Pläne zum Verkauf seiner Wirtschaftsmedien. Nach HORIZONT-Informationen gibt es Verhandlungen mit - mindestens - zwei potenziellen Käufern: Für den Titel „Euro am Sonntag" ist offenbar ein Management-Buy-out durch den Geschäftsführer und Chefredakteur Frank-Bernhard Werner geplant. Werner hatte das Heft 1990 gegründet („Geld Zeitung"), 1996 war Axel Springer eingestiegen. Jetzt könnte Werner seinen Titel zurückkaufen. Er will diese „Spekulationen" auf Anfrage nicht kommentieren.

Für das übrige Print-Portfolio von Axel Springer Financial Media deutet sich eine andere Lösung an: Das Monatsmagazin „Euro" und das Quartalsheft „Fonds & Co" könnten an die JDB-Gruppe gehen. Dahinter steht der Hamburger Medienunternehmer Jens de Buhr, der mit Corporate Publishing („Der Vermögensberater", „T-Mobile Life"), PR und der Produktion von Special-Interest-Titeln („DVD Magazin") über 10 Millionen Euro Umsatz erzielt. De Buhr will das Thema nicht kommentieren. Auch Axel Springer hält sich bedeckt. „Wir prüfen für alle unsere Wirtschaftsmedienmarken alle Optionen", sagt ein Sprecher lediglich. Bereits Ende März 2009 hat Springer „Markt und Mittelstand" an die „FAZ" verkauft. rp

Mehr zum möglichen Verkauf der Springer-Wirtschaftsmedien lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 3/2010, die am heutigen Donnerstag erscheint.
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