Axel Springer Hauptversammlung: Papier bleibt wichtig

Donnerstag, 19. April 2007

Mathias Döpfner sieht die Zukunft von Print auf lange Zeit gesichert. Vor wenigen Wochen hatte sich der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer gegenüber der "FTD" positiv über eine rasche Digitalisierung geäußert: "Je schneller das geht, desto besser ist die Entwicklung für unser Geschäft. Auf der heutigen Hauptversammlung erklärte er: "Ich stimme nicht überein mit denen, die das bedruckte Papier angesichts der Chancen einer fortschreitenden Digitalisierung der Medien vorzeitig zu Grabe tragen möchten." Die Entwicklung von elektronischem Papier könne frühestens "in 15, 20 oder mehr Jahren" bedrucktes Papier Schritt für Schritt ersetzen. "In diesem Fall würden die Kosten für Papier, Druck und Vertrieb entfallen - was sehr gut für unsere Ertragskraft wäre. Die Digitalisierung bietet zusätzliche Chancen." Im Rahmen seiner Online Strategie habe das Medienhaus im vergangenen Jahr rund 20 Projekte, davon zehn Übernahmen oder Beteiligungen, auf den Weg gebracht. 2007 will der Großverlag dies "mit gleicher Konsequenz" fortführen.

Zudem hat Axel Springer zusammen mit der Marktforschungsgruppe TNS-Infratest, ein System zur Bewertung der Kundenufriedenheit entwickelt. "Bis spätestens 2010 wird die Axel Springer AG Europas kundenfreundlichstes Medienhaus", umreißt Döpfner sein Ziel.

Weiterhin wurde auf der Hauptversammlung der britische Investment-Manager Michael Lewis, 48, als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Er übernimmt das Mandat von Leonhard H. Fischer, 44, der sein Amt als Aufsichtsratsmitglied aufgrund seiner anderweitigen beruflichen Belastungen niedergelegt hat. se

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