Axel Springer: Ergebniswachstum und sinkender Umsatz im 1. Quartal

Donnerstag, 14. Mai 2009
Springer-Chef Mathias Döpfner legt erneut gute Zahlen vor
Springer-Chef Mathias Döpfner legt erneut gute Zahlen vor

Trotz Medienkrise kann Axel Springer sein Ergebnis im 1. Quartal steigern. Das Ebitda-Ergebnis stieg um 2,1 Prozent auf 80,3 Millionen Euro. Grund hierfür seien „konsequente Kostendisziplin", „robuste Vertriebserlöse" sowie ein starkes Wachstum der Digitalen Medien, teilte der Konzern heute mit. Im Bereich Digitale Medien stiegen die Werbeerlöse um 26,6 Prozent. Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner: „Mit dem dynamischen Wachstum unserer Online-Geschäfte und den starken Positionen unserer Printtitel im Vertriebsmarkt haben wir die deutlichen Einbrüche bei den Werbeerlösen von Zeitungen und Zeitschriften fast vollständig kompensieren können." Insgesamt gingen die Werbeerlöse um 8 Prozent auf 266,1 Millionen Euro zurück.

Die Vertriebserlöse sanken dagegen nur moderat: Sie gingen im 1. Quartal um 1,7 Prozent auf 289 Millionen Euro zurück. Durch Copypreiserhöhungen im Vorjahr, insbesondere von „Bild" und „Bild am Sonntag", konnten die Vertriebserlöse im Segment nationale Zeitungen gesteigert werden und Rückgänge in den anderen Printsegmenten kompensieren.

Der Konzernumsatz sank im selben Zeitraum um 3,4 Prozent auf 620 Millionen Euro. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 641,7 Millionen Euro. Der Gewinn in Höhe von 201,9 Millionen Euro aus der im März 2009 vollzogenen Veräußerung von Minderheitsbeteiligungen an mehreren Regionalzeitungen schlägt sich im Konzernüberschuss von 213 Millionen Euro nieder.

Im 1. Quartal reduzierte der Konzern seine Finanzverbindlichkeiten, damit sank die Nettoverschuldung auf 334,8 Millionen Euro. Gleichzeitig steigt die Eigenkapitalquote von 38 Prozent am Jahresende 2008 auf 42,6 Prozent am 31. März 2009.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind trübe: „Mit Blick auf 2009 bleiben wir aufgrund des konjunkturell bedingten Rückgangs der Werbeerlöse vorsichtig und stellen uns darauf ein, dass Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr deutlich unter das Rekordniveau des Vorjahres zurückgehen werden", so Döpfner. se
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