Autoportal Covisint wird zur B2C-Plattform ausgebaut

Mittwoch, 09. Mai 2001

Die Autokonzerne Ford, General Motors und Daimler-Chrysler, die die Internet-Handelsplattform Covisint entwickelt haben, wollen nun eine Website für Konsumenten launchen. Mit dieser Online-Präsenz sollen Verbraucher Zugang zu Informationen über Autos und Accessoires bekommen. Es ist das erste Mal, dass Ford und General Motors bei der Verbraucheransprache zusammenarbeiten. Mit der Verbraucher-Website wollen die Autokonzerne ihre Kunden schon in einem frühen Stadium des Autokauf-Prozesses beraten, um dem wachsenden Einfluss von Online- und Offline-Diensten wie Top Gear, What Car? Und Fish4 entgegenzuwirken. Um die Verbraucher-Website zu promoten, ist die Allianz nun auf Agentursuche. Wie es heißt, bewerben sich vier Agenturen um den europäischen Werbe- und Media-Etat, dessen Budget bis zu 100 Millionen Pfund betragen soll. An dem Pitch sollen sich Young & Rubicam (ist im Ford-Agenturpool) und McCann-Erickson ( eine von General Motor's Agenturen) ebenso beteiligen wie die Honda-Agentur CDP.

Covisint war ursprünglich als eine B2B-Allianz gestartet worden, um Zulieferer zum Online-Handel ihrer Produkte zu bewegen. Mit Hilfe des Online-Marktplatzes wollen die Konzerne die Zulieferkosten senken und die Lieferzeiten verkürzen. Die Unternehmensberater Cap Gemini Ernst & Young haben in einer Studie, die in dieser Woche veröffentlicht werden soll, jedoch herausgefunden, dass die Autozulieferer Web-Marktplätze ignorieren. Das soll zumindest auf Europa zutreffen, wo nur 27 Prozent der führenden Zulieferer Covisint überhaupt kennen. Die meisten der befragten Zulieferer räumten ihrer Beteiligung an solchen Online-Handelsplattformen geringe Priorität ein und sehen in den Aufbaukosten eine große Barriere. Von Covisint wird dagegen behauptet, dass die Allianz von wichtigen Zulieferern unterstützt wird.

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