Ausverkauf: Rewe schluckt Onlineshop Myby von Arcandor und Springer

Dienstag, 22. Dezember 2009
Myby gehört jetzt zu ProMarkt
Myby gehört jetzt zu ProMarkt

Der Ausverkauf beim insolventen Arcandor-Konzern geht weiter. Diesmal schlägt der Handelsriese Rewe zu. ProMarkt, die Unterhaltungselektronikkette des Kölner Unternehmens, schluckt den E-Commerce-Anbieter Myby. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Die gute Nachricht: Sämtliche Mitarbeiter des Düsseldorfer Onlineshops werden von ProMarkt weiterbeschäftigt. Voraussetzung ist die Genehmigung der Übernahme durch das Bundeskartellamt.

"Mit myby ergänzen wir unsere großflächigen stationären Fachmärkte mit einem leistungsstarken E-Commerce-Shop, der unserem Geschäft wichtige neue Impulse geben wird. Das ist für die zukünftige Entwicklung von ProMarkt von strategischer Bedeutung", erklärt Jan Kunath, Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten B2B und Fachmärkte der REWE Group.

Myby, das Ende 2007 von Arcandor und Axel Springer gestartet wurde und sich "zum führenden Elektronik-Online-Fachmarkt im deutschen Internet" entwickeln sollte, bietet vor allem Produkte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Computer/IT, Telekommunikation und Foto an. Springer war bis zuletzt mit 25,1 Prozent an Myby beteiligt.

Die Übernahme von Myby ist nicht die einzige Maßnahme, mit der Rewe seine Unterhaltungselektronikkette ProMarkt in jüngster Vergangenheit gestärkt hat. Bereits vor wenigen Wochen hatte das Kölner Unternehmen zehn Promarkt.de-Standorte von der Berliner ProMarkt Handels GmbH übernommen. Sieben der zehn Märkte wurden bereits auf das ProMarkt "Discount plus Service"-Konzept umgestellt und neueröffnet. Die übrigen drei Märkte werden im 1. Quartal 2010 umgestellt. ProMarkt hat bundesweit 69 Standorte. 2008 erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von knapp sechs Prozent auf rund 540 Millionen Euro. mas
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