Australier übernehmen Kieft & Kieft

Freitag, 20. Februar 2004
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Heiner Kieft Deutschland Filmpalast Sydney Ufa-Kinos


Die Cinestar- und Ufa-Kinos in Deutschland befinden sich schon seit Dezember in australischer Hand. Wie erst jetzt bekannt wurde, übernahm die australische Amalgamated Holdings Limited (AHL) mit den Filmpalästen auch deren 7,65 Millionen Euro Schulden. Der Verkauf hats am 2. Dezember stattgefunden. Seitdem gehört der Kino-Marktführer Kieft & Kieft, der bislang die Cinestar- und Ufa-Säle betrieben hatte, komplett der AHL. Das gehe aus dem in Sydney veröffentlichten Halbjahresbericht des börsennotierten Unternehmens hervor, berichtete die "Welt".

Marlis und Heiner Kieft hätten ihren 50-Prozent-Anteil wohl nicht ganz freiwillig dem langjährigen australischen Partner überschrieben. Die Geschwister hätten für ihren Anteil nur einen bescheidenen Beitrag erhalten, so das Blatt. Dafür übernähmen die Australier jedoch Schulden in Höhe von 7,65 Millionen Euro.

Vorausgegangen seien dem Deal finanzielle Schwierigkeiten, nachdem die Kiefts die Ufa-Kinos übernommen hätten. Im neuen Management sollen die Geschwister nur noch drei Jahre verbleiben. Ihre Eltern hatten 1948 den Grundstein für das spätere Kinoimperium gelegt.

David Seargeant, Managing Director von AHL in Sydney, sagte der Zeitung, er wolle den eingeschlagenen Sanierungs-Kurs für die 54 Cinestar- und 31 Ufa-Kinos mit Mietsenkungen, neuen Verträgen mit den Film-Verleihern und reduzierten Personalkosten fortsetzen. AHL vereint unter seinem Dach unter anderem die australische Kinokette Greater Union, Hotels und einen Freizeitpark. nr
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