Auslandsgeschäft stabilisiert Dpa-Umsatz

Mittwoch, 24. Juni 2009
Dpa-Geschäftsführer Michael Segbers
Dpa-Geschäftsführer Michael Segbers

Die Deutsche Presse-Agentur (Dpa) konnte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2008 um 0,3 Prozent auf 94,1 Millionen Euro steigern. Der Jahresüberschuss beträgt damit 2,9 Millionen Euro, was einer Reduzierung um 1,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ihre Geschäftszahlen hat die Nachrichtenagentur auf der Jahres-Pressekonferenz im Hamburg bekannt gegeben. Der Umsatz ist vor allem durch die Gewinne der Auslandsdienste stabil geblieben. Auch im laufenden Geschäftsjahr blicke Dpa auf eine stabile Marktsituation, sagt Geschäftsführer Michael Segbers. Die Marktabdeckung liege seit 60 Jahren zwischen 100 und aktuell rund 95 Prozent. Außer der Verlagsgruppe WAZ haben keine größeren Verlage das Dpa-Abonnement gekündigt.

Die Investitionen gingen im vergangenen Jahr von 4,3 Millionen auf 4 Millionen Euro leicht zurück. Im kommenden Jahr will die dpa aber investieren, um ihre Redaktionen umstrukturieren: Alle Medienformen sollen in einer Zentralredaktion unter einem Dach zusammen laufen. Einzelheiten zum Umzug werden in den kommenden drei Monaten erarbeitet. Eine Immobilie stehe noch nicht fest, die Kosten für den Umzug werden sich höher im einstelligen Millionenbereich befinden. Der Umzugstermin kann nach Einschätzung von Geschäftsführung und Chefredaktion in der ersten Jahreshälfte 2010 liegen. 

Am 1. Juli 2009 tritt Wolfgang Büchner seine Arbeit zunächst als stellvertretender Chefredakteur an, zum Jahreswechsel soll er Wilm Herlyn als Chefredakteur ablösen. Die Unternehmensgruppe dpa beschäftigt derzeit rund 1100 Mitarbeiter. HOR
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