Aus für "Yuno": Gruner + Jahr beerdigt "Stern"-Ableger

Dienstag, 17. Juli 2012
Zieht die Reissleine: G+J-Manager Thomas Lindner
Zieht die Reissleine: G+J-Manager Thomas Lindner

Schlechte Nachrichten für die "Yuno"-Macher um Florian Gless: Gruner + Jahr wird das Kinder- und Jugendmagazin - wie bereits vermutet - nicht weiterführen. Der Titel wird mit der Ausgabe 3/2012 eingestellt. Der Hamburger Verlag begründet die Maßnahme unter anderem damit, dass es für die Zeitschrift für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren vor dem Hintergrund des dicht besetzten Segments keine tragfähige wirtschaftliche Perspektive gegeben habe. Vor allem im Vertrieb ist "Yuno" offenbar an seine Grenzen gestoßen.
"Yuno" verschwindet vom Markt
"Yuno" verschwindet vom Markt
„Die Entscheidung ist für alle Beteiligten schmerzlich. Das Yuno-Team hat hervorragende Arbeit geleistet und ein Magazin realisiert, das seine Leserzielgruppe begeistert hat, das wissen wir aus unserer Marktforschung", sagt Thomas Lindner, Geschäftsführer bei der G+J Verlagsgruppe Agenda. Die Einstellung von "Yuno" sei das "Ergebnis einer notwendigen wirtschaftlichen Überprüfung", so Lindner weiter.

Gruner + Jahr hatte mit dem jüngsten Spross der "Stern"-Markenfamilie erstmals im Jahr 2010 experimentiert. Nach 2 erfolgreichen Testausgaben mit jeweils 45.000 verkauften Exemplaren erschien das Magazin ab April 2011 unter der Leitung von Florian Gless, Ressortleiter Deutschland und Gesellschaft beim "Stern", schließlich alle zwei Monate. Die erste reguläre Ausgabe von "Yuno" zum Einführungspreis von 1 Euro verkaufte sich über 100.000 Mal. Zuletzt rief G+J 3 Euro pro Ausgabe auf.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es keine geben. G+J will nach eigenen Angaben alle befristeten Verträge voll erfüllen. Die Facebook-Community von "Yuno" und der dort geschaffene Dialog sollen von der Redaktion "mittelfristig fortgeführt" werden. mas
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