Aus für Schibsteds Gratiszeitung in Schweden

Dienstag, 20. Mai 2008

Der norwegische Verlagskonzern Schibsted stellt sein verlustreiches Gratisblatt "Punkt SE" ein. Gleichzeitig übernimmt der Konzern 35 Prozent am schwedischen Konkurrenten "Metro". Grund für die Einstellung von "Punkt SE" ist Medienberichten zufolge das defizitäre Anzeigengeschäft. Das Blatt machte 2006 und 2007 einen Verlust von knapp 28 Millionen Euro. Schibsted-Chef Gunnar Strömblad verspricht sich vom Einstieg beim Konkurrenten Metro, der ersten Gratiszeitung weltweit, daher vor allem Anzeigen-Synergien. Strömblad plant ein Joint Venture zwischen der kostenpflichtigen Schibsted-Tageszeitung "Aftonbladet" und Metro.

Schibsted hatte 2000 das Gratisblatt "20 Minuten" auf den Kölner Zeitungsmarkt gebracht, und so den "Kölner Zeitungskrieg" eingeleitet. Die Zeitung wurde 2001 eingestellt. np

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