Aus für G+J-Titel "Bizz"

Donnerstag, 10. Januar 2002

Gruner + Jahr stellt sein junges Wirtschaftsmagazin "Bizz" ein. In wenigen Tagen kommt die letzte Ausgabe auf den Markt. Mit einem umfassenden Relaunch hatte "Bizz"-Chefredakteur Thomas Voigt im Herbst versucht das Ruder herumzureißen. Doch die erhofften Erfolge im Anzeigen- und Vertriebsmarkt blieben aus.

Im 3. Quartal 2001 verkaufte "Bizz" gerade einmal 116058 Hefte, rund 25700 weniger als im Vorjehreszeitraum. Das 4. Quartal brachte mit rund 118000 verkauften Heften zwar ein leichtes Plus, die anvisierte Steigerung im Einzelverkauf, wo man sich 30000 bis 40000 Hefte als VErkaufsziel setzte, stellte sich jedoch nicht ein. Im Anzeigengeschäft blieb man mit 615 Seiten deutlich unter den Vorjahreswerten (1999: 813 Seiten, 2000: 951 Seiten).

Auch für das erste Halbjahr 2002 zeichnete sich kein Gegentrend ab. Voigt: "Wir haben, was den Relaunch angeht, sehr viel richtig gemacht und nur wenig falsch. Aber die Marktlage hat uns kalt erwischt." Voigt soll sich jetzt wieder auf seine Funktion als Chefredakteur des G+J-Mittelstands-Magazins "Impulse" konzentrieren. Die von der Einstellung des Titels betroffenen 28 "Bizz"-Mitarbeiter versucht der Verlag nun, soweit möglich, bei anderen Titeln im Hause unterzubringen.

"Bizz" war im März 1998 als junger Ableger von "Capital" auf den Markt gekommen. Voigt hatte seit Oktober versucht, den Titel eigenständig im Markt zu positionieren. Zu diesem Zweck verschwand unter anderem die Marke "Capital" von der Titelseite.
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