Aus: Springer nimmt Allegra vom Markt

Freitag, 04. Juni 2004
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Axel Springer Frauenzeitschrift Juliheft Andreas Wiele


Am Ende half alles nichts: Großes Format, kleines Format, halbgroßes Format, Preis runter - mit keiner dieser Maßnahmen konnte die Frauenzeitschrift "Allegra" aus dem Hause Axel Springer wirtschaftlicher gemacht werden. Mit dem Juliheft erfolgt deshalb jetzt das Aus für den Titel. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen Konjunktur, die sich vor allem im Anzeigenmarkt gravierend auswirkt, gebe es, so eine Verlagsmitteilung, keine ausreichende wirtschaftliche Perspektive für die Zeitschrift. Dabei kam der Titel im Vertrieb mit zuletzt rund 248.000 verkauften Titeln durchaus wieder auf eine gute Flughöhe, nachdem das Heft im 4. Quartal 2003 nur noch gut 164.000 Hefte an die Frau bringen konnte.

Im Anzeigenmarkt blieb die Situation indes äußerst brenzlig. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres lag der Titel gut 23 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Zuwenig, um dem wirtschaftlichen Rendite-Ziel zu entsprechen. "Allegra hat in einem hart umkämpften Segment kontinuierlich an Umsatz verloren. Die Situation im Anzeigenmarkt bleibt mittel- und langfristig schwierig. Wir bedauern, das Heft trotz außerordentlicher Leistungen von Seiten der Redaktion und des Verlags einstellen zu müssen und danken den Mitarbeitern ausdrücklich für ihr großes Engagement", so Andreas Wiele, Vorstand Zeitschriften und Internationales Axel Springer. Der Verlagsmanager betonte zugleich, dass der Markt der Frauenzeitschriften für Axel Springer nach wie vor ein wichtiges Kernsegment sei, das man in Zukunft weiter ausbauen werde. nr
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