Aus "G7" wird "G8": Axel Springer komplettiert Bündnis der Regionalverlage

Mittwoch, 21. November 2012
Üben den Schulterschluss: Die Partner von „Medienhaus Deutschland"
Üben den Schulterschluss: Die Partner von „Medienhaus Deutschland"

Jetzt ist es offiziell: Auch Axel Springer hat sich der nationalen Vermarktungsallianz - bisher bekannt als „G7" - angeschlossen. Gemeinsam mit dem Vermarkter ACN sowie M. DuMont Schauberg, Madsack, Pressedruck Augsburg, der Verlagsgruppe Rhein Main, der WAZ und der Zeitungsgruppe Stuttgart bildet der Berliner Verlag fortan das „Medienhaus Deutschland".
In Düsseldorf hat Anett Hanck das Vermarktungskonzept "Medienhaus Deutschland" präsentiert
In Düsseldorf hat Anett Hanck das Vermarktungskonzept "Medienhaus Deutschland" präsentiert
Vor Anzeigenkunden und Mediaagenturen hat Geschäftsführerin Anett Hanck nun das Angebot „TZ Premium Select" vorgestellt, mit dem die acht Marktanteile und Werbegelder zurückgewinnen möchten. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes bläst der neue Tageszeitungsvermarkter ab Januar 2013 zur Revolution. Das neue Angebot setzt sich in seiner Medialeistung aus mehr als 40 regionalen Tageszeitungen zusammen, sodass Werbekunden mit einer einzigen Anzeige 14,2 Millionen Leser ab 14 Jahren und damit etwa jeden vierten Haushalt in Deutschland erreichen. Der zusätzliche Clou von „TZ Premium Select" steckt zudem im Namen: Rund 35 Prozent der im Angebot gebündelten Leser verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3000 Euro - und sollten für Markenartikler entsprechend interessant sein.

Die Kosten pro Seite liegen bei 625.000 Euro, eine Viertelseite gibt es für 195.000, außerdem stehen halbseitige Anzeigenplätze sowie drei Sonderformate zur Auswahl. Mit dem lange erwarteten Ja von Springer, auch die Auflagen von „Hamburger Abendblatt" und „Berliner Morgenpost" in den Topf der Allianz zu geben, ist das nationale Angebot rund.

Die gemeinsame Stärke der „neuen Größe", wie die acht Verlage ihre Website optimistisch nennen, ist zum offiziellen Start wichtiger denn je. Gilt es doch, die eventuell bald fehlende Leistung eines schwachen Gliedes auszugleichen. Sollte die „Frankfurter Rundschau" aus dem Verlag DuMont Schauberg ihr Erscheinen tatsächlich im Januar 2013 einstellen, würde dem Medienhaus Deutschland zumindest in Frankfurt ein großes Stück Reichweite fehlen. Doch Anett Hanck glaubt an die Kraft der Gemeinschaft: „DuMont bleibt fester Bestandteil von ,TZ Premium Select‘. Da wir aus mehr als 40 regionalen Tageszeitungen eine Selektion getroffen haben, können wir jetzt auffüllen." kl
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