"Augsburger Allgemeine": Mediengruppe Pressedruck will bis zu zehn Millionen Euro einsparen

Montag, 05. November 2012
Bis zu 37 Stellen sollen bei der "Augsburger Allgemeinen" wegfallen
Bis zu 37 Stellen sollen bei der "Augsburger Allgemeinen" wegfallen

Die Mediengruppe Pressedruck ("Augsburger Allgemeine", "Südkurier", "Main-Post") will offenbar bis zu zehn Millionen Euro in Verlag und Redaktion einsparen. Nach einem Bericht von Newsroom muss allein Walter Roller, Chefredakteur "Augsburger Allgemeine", 37 Arbeitsplätze streichen, um den Verlag "zukunftsfest" zu machen. Der Stellenabbau bei dem Blatt, das momentan 175 Redakteure und 25 Volontäre beschäftigt, solle "möglichst sozialverträglich" erfolgen. Bereits jetzt würden frei werdende Altersteilzeitstellen nicht mehr neu besetzt. Die aktuellen Einsparungen, mit denen gegen sinkende Auflagenzahlen und drastische Anzeigenrückgänge gekämpft werden soll, treffen künftig auch freie Mitarbeiter: Von deren Etat sollen 10 Prozent wegfallen.

Verlagsdienstleistungen wie Buchhaltung, Personal und Koordination sollen künftig zentral in Augsburg angesiedelt werden, berichtet Newsroom weiter, in Würzburg und Konstanz werden die Abteilungen reduziert oder sogar ganz gestrichen. Die massiven Sparprogramme sollen aber auch die Redaktion treffen. Offiziell hat die Verlagsseite die Pläne bisher noch nicht bestätigt.

Erst Ende 2010 hatte die Mediengruppe die "Main-Post" gekauft, 2011 kam der "Südkurier" dazu. Im Verbund mit der "Allgäuer Zeitung" ist die "Augsburger Allgemeine" laut Verlagsangaben die auflagenstärkste Abonnement-Zeitung in Bayern. Mit einer Auflage von rund 330.000 Exemplaren erreicht sie täglich über 900.000 Leser. kl
Meist gelesen
stats