Aufsichtsrat entzieht Konstantin Neven DuMont alle Herausgeber-Ämter

Dienstag, 23. November 2010
Hat sich verzockt: Konstantin Neven DuMont
Hat sich verzockt: Konstantin Neven DuMont

Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) zieht nun endgültig Konsequenzen aus den verbalen Eskapaden von Konstantin Neven DuMont. Nachdem der Manager in der vergangenen Woche bereits als Herausgeber aus dem Impressum der "Frankfurter Rundschau" gestrichen wurde, entzieht ihm der MDS-Aufsichtsrat nun auch die Ämter als Herausgeber der Titel "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express" und "Mitteldeutsche Zeitung".
Altverleger Alfred DuMont spricht ein Machtwort
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"Seit mehreren Wochen äußert er sich in abträglicher und geschäftsschädigender Weise über das eigene Unternehmen in der Öffentlichkeit, einschließlich in Konkurrenzblättern", begründet der Verlag die Entscheidung in einer Stellungnahme, die unter anderem auf der Website des "Kölner Stadt-Anzeigers" veröffentlicht ist.

Die Verlagsgruppe habe sich selbst "aus Respekt gegenüber allen Beteiligten" mit öffentlichen Äußerungen zurückgehalten. "Konstantin hat diese Übereinkunft und die Beschlüsse der Führungsgremien beinahe täglich missachtet", heißt es in dem Schreiben weiter. Dies habe intern zusehends zu Unruhe und Verunsicherung geführt, weshalb die Abberufung unabwendbar sei, um weiteren Schaden zu verhindern. bn
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