Aufregender als Sex und Fußball: VDZ pocht in neuer Kampagne auf die Stärken von Print

Freitag, 13. Januar 2012
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"Print ist aufregender als Sex", sagt der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Denn: "87 Prozent der Zeitschriftenleser konzentrieren sich bei der Lektüre ausschließlich darauf." Ein plakativer Titel kombiniert mit einer stichhaltigen Erklärung: In der Fortsetzung seiner "Print wirkt"-Kampagne wirbt der VDZ mit den Stärken der Gattung und hat zugleich eine neue Zielgruppe im Auge: die Media-Entscheider in Agenturen und bei Werbungtreibenden. Die Printkampagne selbst muss hauptsächlich online punkten: Die zehn unterschiedlichen Anzeigen, die der Verband heute in Berlin vorgestellt hat, erscheinen vorrangig auf den Homepages der einschlägigen Fachdienste. „Auf diese Weise erreichen wir die Media-Entscheider direkt am Arbeitsplatz, dort, wo sie sich mit dem Thema Mediaplanung beschäftigen", erklärt Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Anzeigen und Digitale Medien im VDZ, die B2B-Ausrichtung.

Inhaltliche Basis der neuen Kampagne, die am 17. Januar startet, sind die „3 x 3 Argumente für Print". Die Ergebnisse aus verschiedenen Markt-Mediastudien sollen untermauern, wie  Printanzeigen trotz eines veränderten Vermarktungsumfeldes präzise und nachhaltig wirken. Aufs Plakat gebracht heißt das: „Print wirkt und wirkt und wirkt - denn Anzeigen in Zeitschriften wirken mehrfach. Im Schnitt werden sie von den Lesern rund 2 Mal wahrgenommen." Das Mediabudget, dass der VDZ in diesem Jahr für die Kampagne zur Verfügung stellt, liegt im sechsstelligen Bereich.

Das neue Kreativkonzept stammt vom Berliner Büro der Agentur Zum goldenen Hirschen, die sich Ende 2011 in einem Pitch durchgesetzt hatte. Der frühere Etathalter McCann-Erickson hat an dem Wettbewerb nicht teilgenommen. „Unsere Arbeit stellt die Vorzüge der Zeitschriften und ihre Werbekraft auf eine moderne und überraschende Art heraus - die harten Argumente werden mit humorvollen und provokanten Headlines inszeniert", beschreibt Geschäftsführer Julian Scholl.

Die Website printwirkt.de, die ebenfalls grundlegend überarbeitet wurde, soll nun zentrale Anlaufstelle für die neue Zielgruppe aus Planern, Entscheidern und Verlagsmitarbeitern darstellen. Ein neu konzipierter Film visualisiert zudem in einer Minute die zentralen Argumente für Print und steht auf der Homepage zum Download bereit.

Mit dem Claim „Print wirkt" wirbt der VDZ schon seit zehn Jahren. In dieser Zeit gab es rund 50 unterschiedliche Motive für die Kampagne, die sich bislang hauptsächlich an Zeitschriftenleser gerichtet hat. kl
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