Auflagenstreit: Bauer schickt einstweilige Verfügung an Condé Nast

Mittwoch, 08. Oktober 2008
Die Bauer Verlagsgruppe geht juristisch gegen Bundle-Verkäufe vor
Die Bauer Verlagsgruppe geht juristisch gegen Bundle-Verkäufe vor

Der Streit um die kreativen Vertriebsaktionen mancher Verlage zur Steigerung ihrer Abonnement- und Einzelverkaufs-Auflagen eskaliert: Die Bauer Verlagsgruppe hat eine einstweilige Verfügung gegen Condé Nast erwirkt. Laut Bauer darf Condé Nast künftig verbilligte Bundle-Verkäufe für "Vanity Fair" nicht mehr in der Sparte Einzelverkauf melden. Eine Condé-Nast-Sprecherin mochte sich zunächst nicht dazu äußern. "Wir werden unter keinen Umständen akzeptieren, dass andere Verlage mit derartigen Aktionen, die wir für irreführend und wettbewerbsverzerrend halten, ihre Hefte letztlich massenweise an die Leser verschenken", sagt Yvonne Bauer, Vertriebschefin im väterlichen Großverlag ("TV Movie", "Tina", "Intouch"). "Auf allen Ebenen und mit allen auch juristischen Mitteln" wolle man dagegen vorgehen, erklärt Bauer gegenüber HORIZONT.

rp

Warum gerade Bauer sich über die Vertriebsaktionen anderer Verlage aufregt und nun mit dem juristischen Vorstoß auch den Druck auf den VDZ erhöht - das lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 41/2008, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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