Auch Burda befürwortet Agenturrabatte

Freitag, 19. September 2008
Burda-Manager Volkenand: Rabatte sind eine "interessante Idee"
Burda-Manager Volkenand: Rabatte sind eine "interessante Idee"

Die Diskussion, ob Printhäuser die Leistung von Mediaagenturen direkt honorieren sollen oder nicht, gewinnt weiter an Fahrt. Nach Stan Sugarman (Gruner + Jahr), Manfred Braun (WAZ) und Harald Wahls (GWP) meldet sich nun auch Burda zu Wort. Der für Burda im VDZ-Vorstand sitzende Verlagskoordinator Helge-Jörg Volkenand sagt exklusiv gegenüber HORIZONT: „Nachdem sich herausgestellt hat, dass mehr oder weniger alle Verlage eigene Honorierungssysteme für die Agenturen entwickelt haben, halte ich den Vorschlag von Stan Sugerman für eine interessante Idee.“ Sugarman hatte im HORIZONT-Interview angedeutet, womöglich über Agenturrabatte nachdenken zu wollen.

Volkenand spricht von einem begrüßenswerten Beitrag „zu mehr Transparenz, der allen Beteiligten nutzt“, so der Burda-Manager. In der aktuellen Ausgabe von HORIZONT war der WAZ-Zeitschriftenchef Manfred Braun in die Offensive gegangen. Seine These: Agenturrabatte seien auch bei Printhäusern längst gang und gäbe, das Thema müsse „endlich raus aus der Grauzone“.

Bisher galten solche Vergütungen für Mediaagenturen offiziell als Tabu. Nun aber erkennen die Verlage die Agenturen als „eigenständige Wirtschaftsstufe“ an. Entsprechend müssten sie auch behandelt werden, so GWP-Chef Wahls.

Im Klartext bedeutet das: Die Verlage werden zukünftig ganz offiziell Boni und andere Vergütungen an die Mediaagenturen zahlen. js
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