Auch BDI spricht sich gegen ARD-/ZDF-Online-Pläne aus

Dienstag, 20. Mai 2008
Der Verband ist gegen die Expansion der Öffentlich-Rechtlichen im Internet
Der Verband ist gegen die Expansion der Öffentlich-Rechtlichen im Internet

Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ruft nach den privaten TV-Anbietern und den Filmproduzenten nun auch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) auf den Plan. In einem Positionspapier wendet sich der Verband, der nach eigenen Angaben rund 100.000 Unternehmen vertritt, gegen die Expansionspläne von ARD und ZDF im Internet. Der Verband sieht eine ausreichende Vielfalt bei bestehenden privaten Angeboten gegeben und fordert eine Begrenzung der Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den neuen Medien.

Unter anderem befürchten die Industrieunternehmen Nachteile für ihre Werbegeschäfte: "Private Internetanbieter büßen ihre Attraktivität als Werbeplattform ein, soweit öffentlich-rechtliche Angebote verstärkt die Aufmerksamkeit der Nutzer an sich ziehen", heißt es im Positionspapier.

Seit Wochen steiten die Beteiligten über die Internet-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen. ARD und ZDF haben Mediatheken aufgebaut, in denen Sendungen nach TV-Ausstrahlung abgerufen werden können. Der BDI fordert eine zeitliche Begrenzung dieser Angebote und einen unabhänigen Public Value Test zur Überprüfung der Formate.

Am 12. Juni wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer in einem Entwurf festlegen, welchen Auftrag ARD und ZDF künftig im Internet erfüllen sollen. se

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