Astra TV-Monitor: Satellit baut Vorsprung auf das Kabel aus

Dienstag, 19. Februar 2013
Die meisten Haushalte in Deutschland empfangen ihr TV-Programm per Satellit
Die meisten Haushalte in Deutschland empfangen ihr TV-Programm per Satellit


Satellit bleibt der beliebteste TV-Verbreitungsweg in Deutschland. Im vergangenen Jahr empfingen mehr als 18 Millionen Haushalte ihr Fernsehprogramm über eine Satellitenschüssel. Die Zahl der Kabel-Haushalte ist dagegen weiter rückläufig Durch die Abschaltung des analogen Satellitensignals konnte auch DVB-T wieder zulegen. Das geht aus dem Astra TV-Monitor 2012 hervor.
Die Zahl der Satellitenhaushalte hat in Deutschland erstmals die Marke von 18 Millionen Haushalten übersprungen. Insgesamt 18,07 Millionen Haushalte empfingen ihr Fernsehprogramm 2012 über eine Satellitenanlage - ein Plus von etwa einer halben Million Haushalte. Mit einem Anteil von 47 Prozent konnte der Satellit seine Position als führender Verbreitungsweg damit weiter ausbauen. 2011 hatte der Empfang via Satellit erstmals das Kabel als dominierenden Verbreitungsweg in Deutschland abgelöst.

Die Zahl der Kabelhaushalte ging dagegen um 570.000 zurück. 16,7 Millionen Haushalte bekamen ihr Programm im vergangenen Jahr durch das Kabel in die Wohnung, das entspricht einem Anteil von 44 Prozent.

Durch die Abschaltung des analogen Satellitensignals konnte auch die terrestrische Verbreitung wieder leicht zulegen: 2012 empfingen 2,05 Millionen Haushalte über eine Antenne, ein Plus von 220.000 Haushalten im Vergleich zum Vorjahr. Auch der TV-Empfang über das Internet (IPTV) verzeichnete einen minimalen Anstieg. 1,26 Millionen Haushalte empfingen ihr Programm über die Internetleitung, im Vorjahr waren es 1,25 Millionen. Insgesamt lag die Zahl der TV-Haushalte bei 38,08 Millionen.

"Die hohen Verkaufszahlen von Sat-Receivern und Fernsehern mit eingebautem Sat-Empfänger im Jahresverlauf hatten uns bereits zuversichtlich gestimmt. Aber einen Vorsprung vor dem Kabel von fast 1,4 Millionen Haushalten zum Jahresende hätten nur wenige für möglich gehalten", sagt Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland zu den Ergebnissen. "Erfreulich ist, dass ein großer Teil des Zuwachses im zweiten Halbjahr zustande kam, nach der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens Ende April 2012. Wir gehen daher davon aus, dass der Trend hin zum Satelliten nachhaltig ist."

Wie bereits in den Jahren zuvor war HDTV der wichtigste Wachstumstreiber der Digitalisierung. Mittlerweile empfangen 44 Prozent aller Satellitenhaushalte ihr TV-Programm in hochauflösender Qualität, im Kabel liegt der Anteil der HD-Haushalte bei 27 Prozent. Insgesamt genießen mittlerweile 13,1 Millionen Haushalte ihr Fernsehprogramm in High Definition (2011: 10 Millionen). Für den TV-Monitor 2012 des Satellitenbetreibers Astra hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest Ende vergangenen Jahres 6000 Interviews durchgeführt. dh
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