Artificial Life will mehr als 60 Prozent seiner Mitarbeiter weltweit entlassen

Donnerstag, 17. Mai 2001

Artificial Life, ein Anbieter von sprachbasierten, intelligenten Software-Robotern für das Internet, will bis Ende des zweiten Quartals 2001 weltweit mehr als 60 Prozent seiner 275 Mitarbeiter entlassen. Grund für die massiven Entlassungen sind die Quartalsergebnisse des Unternehmens: Im ersten Quartal 2001 ist der Umsatz von Artificial Life von etwa 1,52 Millionen Dollar auf 1,44 Millionen Dollar gesunken (minus 5 Prozent). Gleichzeitig ist der Verlust des Unternehmens im ersten Quartal um mehr als 40 Prozent von 2,89 Millionen Dollar auf 4,06 Millionen Dollar gestiegen.

In Deutschland und der Schweiz sollen mehr als zwei Drittel der insgesamt 70 Mitarbeiter gehen, in den USA werden knapp 30 Prozent der Angestellten entlassen. Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen hat auch René Gawron, CEO von Artificial Life Deutschland, das Unternehmen verlassen.

Artificial Life hofft mit den Maßnahmen seine Kosten um mehr als 12 Millionen Dollar reduzieren zu können. Eberhard Schöneburg, Gründer und Chief Executive Officer von Artificial Life, zeigt dennoch Optimismus: "Wenn ich das globale Klima des Marktes und unsere Wettbewerber anschaue, hätte es uns noch schlimmer treffen können". Positive Akzente erhofft sich Artificial Life seinen derzeitigen Verhandlungen mit potenziellen Investoren, die nach Angaben des Unternehmens kurz vor dem Abschluss stehen.
Meist gelesen
stats