Arte will ins Relevant-Set der Verbraucher

Freitag, 29. August 2003

Der deutsch-französische Kulturkanal Arte versucht die Zuschauer zu motivieren, den Sender auf dem Platz 8 ihrer Fernbedienung abzulegen. Unter dem Motto "Arte auf 8" startet eine breit streuende Printkampagne von McCann-Erickson in Hamburg, die bis Ende des Jahres in Titeln wie "Spiegel", "Brigitte" und TV Movie" zu sehen sein wird. Die Motive zeigen "typische Arte-Zuschauer", die sich mit dem Satz "Ich habe Arte umgelegt" zu dem Sender bekennen.

Die Testimonials wurden im Stil von Verbrecherfotos für die Polizeikartei fotografiert. Zusätzlich verweisen die Protagonisten auf einen konkreten Programmpunkt. Die Kampagne wird von TV-Spots flankiert, die vorwiegend auf Arte ausgestrahlt werden, aber auch vereinzelt bei den Gesellschaftern ARD und ZDF. Der Etat liegt im knappen einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Grund für die Umstellung ist der Satellitenwechsel, den Arte zum Jahreswechsel vollzogen hat. Danach brachen die Reichweiten in Deutschland von vorher 0,6 Prozent auf Satellit auf 0,3 Prozent ein und konnten nur mit Mühe wieder angehoben werden. "Wir wollen wieder das alte Niveau erreichen", sagt Arte-Viezepräsident Gottfried Langenstein. Im Kabel liegt die Quote im laufenden Jahr bei 0,7 Prozent. Darüber hinaus will Arte auch neue Zuschauer gewinnen und langfristig in Deutschland über alle Übertragungswege hinweg einen Marktanteil von einem Prozent erreichen. pap

Mehr zu den Hintergründen lesen Sie in HORIZONT 36/2003 vom 4.9.2003
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