Arianna Huffington: "Frauen sollten sich nach oben schlafen"

Dienstag, 24. Januar 2012
Arianna Huffington bei der DLD Conference 2012
Arianna Huffington bei der DLD Conference 2012


Wann die "Huffington Post" nach Deutschland kommt, hat Arianna Huffington zwar nicht verraten, doch dafür hatte die Preisträgerin des Aenna Burda Award for Creative Leadership andere Tipps in petto: "Frauen sollten sich nach oben schlafen - und das meine ich wörtlich", so Huffington. Gemeint war damit allerdings nicht die Affäre mit dem Chef, sondern die gute alte Nachtruhe. Doch dazu gleich mehr. Huffington hatte auf der DLD 2012 Conference eine besondere Bitte ans Publikum: Drei Dinge gebe es, die die Welt dringend brauche - und die doch bitte jemand im Saal erfinden sollte.

Zum einen sei unsere Gesellschaft von Vertrauensverlust geprägt. "Wir trauen den Menschen, die uns regieren, nicht mehr", so Huffington. Das Ergebnis daraus sei, dass die Menschen heute ihrem persönlichen Umfeld mehr Vertrauen schenken. Deshalb brauche es ein Gerät, um Fakten zu checken - und zwar in Echtzeit. Sobald ein Politiker öffentlich spreche, müsste für bei jeder seiner Aussagen eine kleine Blase aufpoppen, die mitteilt, ob die gerade getätigte Aussage wahr ist oder gelogen.

Die zweite Erfindung, nach der sich Huffington sehnt, ist die eines "GPS-Geräts für die Seele". Zwar wären alle Menschen heute viel vernetzter, die Verbundenheit mit der eigenen Person nehme hingegen ab. "Wir müssen lernen abzuschalten und unsere eigene Weisheit wiederentdecken", so Huffington. In diesem Zusammenhang ist auch ihr Hochschlaf-Zitat zu sehen: Guter Schlaf sei wichtig, um kreativ arbeiten zu können. Nur ausgeruht und im Reinen mit sich selbst sei es möglich, die Krisen zu lösen, denen wir alltäglich begegnen. Sie selbst sei süchtig nach Blackberry & Co - und musste nach einem Schwächeanfall auf die harte Tour lernen, wie wichtig es ist, Prioritäten zu setzen. "Schlaft niemals mit eurem iPhone neben dem Bett", so ihr Credo. "Es gibt nichts, das nicht bis zum Morgen warten kann."

Mehr Empathie - das ist der dritte Wunsch, den Huffington äußerte. "Wir müssen die Schwierigkeiten, die sich uns in den Weg stellen, mit mehr Dankbarkeit, Freude und Schlaf meistern", lautet ihre Forderung. sw
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