Arena-Sprecher De Roos: Keine Gespräche mit Premiere

Mittwoch, 29. März 2006
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Arena-Sprecher Bernard De Roos sieht sich für den Start der Bundesliga-Saison gut gerüstet. Die Kritik, dass Arena bislang nur einen Teil der ambitionierten Ziele erreicht habe, weist er im HORIZONT-Interview zurück. "Ich bin der Meinung, dass wir heute schon weiter sind, als es uns mancher vielleicht zugetraut hätte. Wir sind voll im Plan", so de Roos. Binnen drei Jahren will der Sender mindestens die Abonnenten-Zahl erreichen, die Premiere heute hat. De Roos: "Das wären rund 3,5 Millionen." Mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland, befinde man sich "in sehr guten Gesprächen". Die von der Deutschen Fußball Liga geforderte 40 Prozent Reichweite habe Arena bereits erreicht. Über Satellit kann der Sender derzeit über 16 Millionen deutsche Haushalte versorgen. Zusätzlich wurden Verträge mit den Kabelanbietern Ish und Iesy geschlossen.

Unter dem Claim "Aus Liebe zum Spiel" startet der neue Bundesliga-Sender Arena Anfang Mai eine nationale Kampagne für sein Pay-TV-Angebot (Agentur: TBWA, Düsseldorf). Der Preis für das Komplett-Abo beträgt 14,90 Euro monatlich. "Wir lösen unser Versprechen ein, Live-Fußball wieder bezahlbar zu machen."

Der Münchner Sender wird ab 11. August erstmals alle 612 Saisonspiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga im Pay-TV übertragen. Zudem hat sich Arena 70 Partien der italienischen Serie A gesichert.

Verhandlungen über eine Kooperation mit dem Pay-TV-Anbieter und früheren Bundesligarechte-Inhaber Premiere, gibt es laut de Roos nicht: "Wir sprechen nicht mit Premiere, und es sind auch keine Gespräche geplant."

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat Premiere die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben: Im Gespräch ist, dass die Arena-Angebote - gekennzeichnet - als Sonder-Kanäle bei Premiere laufen, so das Blatt weiter. se

Das komplette Interview gibt es in der HORIZONT-Ausgabe 13/2006 vom 30. März
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