Anzeigenkrise der Fachpresse spitzt sich zu

Dienstag, 21. Juli 2009
Keine guten Nachrichten von der Vertriebsunion Meynen
Keine guten Nachrichten von der Vertriebsunion Meynen

Die Fachmedien leiden weiterhin unter sinkenden Werbeeinnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Vertriebsunion Meynen in ihrer Werbeträgerstatistik für das 2. Quartal 2009. Danach sind die Brutto-Anzeigenerlöse der Fachtitel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Das entspricht Einbußen von über 83 Millionen Euro. Nach Angaben der Vertriebsunion Meynen, die 427 Fachzeitschriften mit insgesamt 2.953 Ausgaben in 54 Branchen ausgewertet hat, konnten nur neun der 54 Fachmediensegmente zulegen. Am positivsten verlief das Quartal für die Medien der Branchen Arbeitsschutz/-sicherheit (+17,4 Prozent), Chemie-Technologie (+7,0 Prozent) und Energieversorgung (+4,3 Prozent). Besonders stark unter der Krise leiden hingegen die Medien aus den Bereichen Druckverarbeitung (-45,6 Prozent), Automobiltechnik (-43,2 Prozent) und Verpackungstechnik (-42,4 Prozent).

Die B-to-B-Wirtschaftspresse, die mit rund 43 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Halbjahr den Löwenanteil des Gesamtumsatzes der Fachmedien auf sich vereinigte, verbucht 34,0 Prozent weniger Anzeigen. Bei Fachorganen aus dem Bereich Marketing und Werbung ist der Umsatz mit Anzeigen durchschnittlich um 24,8 Prozent zurückgegangen. 

Eine Erholung des Anzeigenmarktes erwartet der Herausgeber der Studie in diesem Jahr nicht mehr. Vielmehr gehen Experten davon aus, dass die Durststrecke für Verlage noch andauern werde und dass Rabattschlachten zu dauerhaft niedrigen Preisen beitragen, so die Vertriebsunion Meynen. HOR
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