Anzeigenblätter 2003 mit stabilen Umsätzen

Mittwoch, 21. April 2004

Die Anzeigenblätter konnten ihre Umsätze 2003 stabilisieren. Bei einem Netto-Anzeigenumsatz von 1,746 Milliarden Euro ermittelte der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) für die Gattung ein Plus von 2,6 Prozent zu 2002. Als Grund für das leichte Wachstum nennt Verbandspräsident Helmut Gebauer das interessante Preis-Leistungs-Verhältnis des Mediums.

Dabei ist die Abhängigkeit vom Beilagengeschäft weiter gestiegen. Erzielten die knapp 500 Verlage 2002 noch 30,2 Prozent des Umsatzes mit den Beilagen, waren es im vergangenen Jahr 30,8 Prozent. Sorge macht sich der BVDA daher um die Deutsche Post, die versucht, mit der kostenlosen, mit Beilagen gespickten TV-Zeitschrift "Einkauf Aktuell" Fuß zu fassen. "In der Verlagsbranche stehen dreistellige Millionenumsätze auf dem Spiel", warnt der BVDA.

Beilagen sind bei den Lesern besonders beliebt. Nach einer Studie von Mediaedge CIA in Düsseldorf ist das Interesse an Beilagen und Prospekten bei den 1300 von TNS Emnid Befragten am höchsten (67 Prozent). Um die Qualität der Verlage bei der Direktverteilung messbar zu machen, will der BVDA möglichst schnell ein Gütesiegel einführen. Es soll verliehen werden, wenn die Zustellquote eines Titels über 85 Prozent liegt. pap
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