Antje Stickel wird Candy-Net verlassen

Montag, 08. Januar 2001

Es wird Antje Stickel, Vorstand von Candy-Net sauer aufgestoßen sein: Die geplante vertikale B2B-Plattform für die Süßwarenbranche wird nicht die gesamte Wertschölpfungskette abdecken. Finanzierungsprobleme lassen offenbar nur eine abgespeckte Version zu, die offenbar als Informations- und Kommunikationstool positioniert werden aoll. Durch die abgespannte Lage in der New Economy sind auch Venture Capitalists nicht mehr willens, Millionen zu investieren. Von den Geldnöten zeugt auch die abgesagte Teilnahme von Candy-Net auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln. Das Unternehmen ist jedoch nicht gefährdet, wie in München versichert wird. Derzeit verhandelt Candy-Net mit strategischen Partnern. Dem Vernehmen nach soll Nestlé im Spiel sein. Doch mit einem Partner wäre die Idee, eine unabhängige Plattform zu installieren, gescheitert.

Stickel, die stets für ein umfassendes Webangebot plädiert hat, zieht Konsequenzen aus der aktuellen Lage und wird Candy-Net verlassen. Offenbar will sie aber erst gehen, wenn Candy-Net aus den größten finanziellen Schwierigkeiten heraus ist. Dann ist Candy-Net ohne Vorstand. Stephen Fries und Marcus Flory sind bereits von Bord.

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