Antenne-Bayern-Chef Hörhammer hält Radio für unterbewertet

Freitag, 21. Januar 2011
Hörhammer will Reichweite und Preise steigern
Hörhammer will Reichweite und Preise steigern

Karlheinz Hörhammer, der langjährige Geschäftsführer von Deutschlands größtem Privatradio Antenne Bayern, will die Gattung perspektivisch teurer machen. "Radio ist sehr günstig, wenn Sie den Tausend-Kontakt-Preis mit dem anderer Gattungen vergleichen", argumentiert er im Interview mit HORIZONT. Damit Radio im Mediamix relevanter wird, müsste sich dies ändern. "Wir müssen unsere Preise nach oben entwickeln", sagt Hörhammer. Die Preise sind zudem nach Region verschieden, so können zum Beispiel Sender im Norden Deutschlands höhere Preise verlangen, als im Süden oder in Ostdeutschland. "Wenn es uns gelänge, die Preise in die Richtung zu entwickeln, die beispielsweise die Kollegen im Norden haben, wäre das schon ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Hörhammer. Zudem müsste die Reichweite der Gattung nochmals steigen, um ihr mehr Gewicht zu verleihen.

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Das Interview mit Karlheinz Hörhammer über Digitalradio und die nationalen Vermarkter finden Sie in HORIZONT-Ausgabe 3/2011 vom 20. Januar.

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Mit Blick auf das Internet ist Hörhammer beklagt Hörhammer die hohen Kosten, die beim Streaming entstehen. "Wollten wir die gesamte UKW-Reichweite von rund 1,14 Millionen Hörern pro Sendestunde online abbilden, müssten wir etwa das 40-Fache an Kosten aufbringen", rechnet er vor. Die UKW-Übertragung kostet Antenne Bayern derzeit 3,5 Millionen Euro im Jahr. pap

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