Anke Schäferkordt verteidigt "Erwachsen auf Probe"

Montag, 25. Mai 2009
Weist Kritik zurück: RTL-Chefin Anke Schäferkordt
Weist Kritik zurück: RTL-Chefin Anke Schäferkordt
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Anke Schäferkordt RTL Ursula von der Leyen


RTL-Chefin Anke Schäferkordt hat die Doku-Soap "Erwachsen auf Probe" gegen die anhaltende öffentliche Kritik verteidigt. "Wir weisen den aktuellen Druck, den zahlreiche Organisationen und Verbände auf RTL wegen der Ausstrahlung des neuen Formats ausüben, entschieden zurück", so Schäferkordt in einer Pressemitteilung. Man habe "das Wohl der mitwirkenden Kinder, Paare und Eltern ebenso fest im Blick wie die Wirkungen auf unsere Zuschauer." Die Sendung werde daher wie geplant ab dem 3. Juni ausgestrahlt. RTL betont, dass man alle Folgen des Formats der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vorab zur Prüfung vorgelegt und eine Freigabe für das Hauptabendprogramm erhalten habe. Zudem seien alle Folgen noch einmal einer internen Prüfung unterzogen worden.

"Wir haben vollstes Verständnis für die Sorge - die aufgrund der misszuverstehenden RTL-Pressemitteilung entstanden ist - dass Kinder mehrere Tage der Obhut ihrer Eltern entrissen werden", räumt Schäferkordt ein: "Doch diese Sorge können wir zu 100 Prozent entkräften, dies war nicht der Fall. Die Mütter waren fester Bestandteil des
Produktionsablaufs und die ganze Zeit in unmittelbarer Reichweite ihrer Kinder."

In der Doku "Erwachsen auf Probe" sollen Jugendliche das Familienleben mit Kindern praktisch ausprobieren und kümmern sich dabei um echte "Leihkinder". Das Konzept stieß bei Familienverbänden und Politikern wie Familienministerin Ursula von der Leyen auf heftige Kritik. Von der Leyen hatte RTL sogar aufgefordert, auf die Ausstrahlung von "Erwachsen auf Probe" zu verzichten. dh
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