Angriff auf Apple: Sony expandiert mit Online-Videothek

Donnerstag, 24. Mai 2012
Ultraviolet soll 2013 auch in Deutschland starten
Ultraviolet soll 2013 auch in Deutschland starten

Sony greift Apple an: Im kommenden Jahr will der Elektronikkonzern seine Online-Videothek Ultraviolet auch in Deutschland starten. Das berichtet das "Handelsblatt". Laut Mitch Singer, dem weltweiten Digitalchef von Sony Pictures, soll Ultraviolet bereits dieses Jahr in Australien, Neuseeland und Irland online gehen, Deutschland und Frankreich sollen 2013 folgen. In den USA und Großbritannien hat Sony seinen Dienst Ultraviolet bereits gestartet. Doch wie funktioniert die Online-Videothek? Wer einen Film zur eigenen Ultraviolet-Bibliothek hinzufügt, kann diesen entweder direkt online streamen oder herunterladen und offline ansehen. Außerdem sind einige DVDs mit einer digitalen Ultraviolet-Kopie versehen. Dabei sind die Filme - Cloud sei Dank - von allen Endgeräte von Smartphone über Computer bis hin zu TV abspielbar. Der Account kann zudem mit bis zu fünf weiteren Personen geteilt werden.

Verfügbar sind nicht nur Filme von Sony Pictures, sondern auch von Studios wie Universal, Paramount, Fox und Warner Bros. Außerdem sind Gerätehersteller wie Intel, Motorola und Samsung sowie Kabelbetreiber wie Comcast und Liberty Global mit an Bord. Laut "Handelsblatt" hat Ultraviolet in den USA bereits mehr als 2,6 Millionen Kunden- und das alles ohne große Markenkampagne. Von den Nutzerzahlen von iTunes ist das zwar noch weit entfernt - die Apple-Tochter hat bereits im März 2011 die 200-Millionen-Account-Grenze überschritten -, dennoch ist die Kooperation von großen Filmstudios, Geräteherstellern und Kabelbetreibern eine klare Ansage: Der Kampf ist eröffnet!

Doch nicht nur im Filmgeschäft bringt sich Sony gegen die Konkurrenz in Position: Medienberichten zufolge soll noch in dieser Woche Sony Music Unlimited auch auf Apple-Endgeräten wie iPhone und iPod starten - jedoch (noch) nicht auf dem iPad. Music Unlimited bietet einen monatlichen Musik-Aboservice für 9,99 Dollar an sowie eine billigere Variante für 3,99 Dollar pro Monat, mit der die MP3-Sammlung eines Nutzers auch auf anderen Endgeräten abgespielt werden kann. Damit bringt sich das Unternehmen gegen Streaming-Dienste wie Spotify in Position. sw
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