Anga kritisiert Kooperation von ZDF und CNBC

Donnerstag, 26. Juli 2001

Der Verband Privater Kabelnetzbetreiber, Anga, kritisiert die Aufnahme von CNBC in das Digitalbouquet des ZDF. Die Anga sieht darin einen Missbrauch des öffentlich-rechtlichen Must-Carry-Status, denn durch die Kooperation der beiden Sender werde mit CNBC einem rein privatwirtschaftlich organisierten Programm eine öffentlich-rechtliche Einspeisegarantie verliehen. Entgegen dem Grundsatz, dass die Kabelverbreitung privater TV-Programme durch die Netzbetreiber unter Aufsicht der Landesmedienanstalten entschieden werde, sei hier einem einzelnen kommerziellen Spartenprogramm das Einspeiseprivileg der Grundversorgung angeheftet worden. Damit trete das ZDF widerrechtlich als Vermarkter von Kabelkapazitäten auf. Anga-Hauptgeschäftsführer Peter Charissé: "Die vom ZDF gelobte ,große Bereicherung' erfolgt hier buchstäblich auf Kosten der Kabelunternehmen."
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