Anga-Präsident fordert verstärkte Kooperation

Donnerstag, 05. April 2001

Eine Besucherexplosion erlebte in diesem Jahr die Fachmesse der TV-Kabelnetzbetreiber Anga Cable. Kamen im vergangenen Jahr noch 1300 Besucher, so informierten sich diesmal schon rund 3000 Fachleute über die Zukunft der Kabelnetze. Für Furore sorgte das unklare Verhältnis der lokalen Netzbetreiber zu den neu entstandenen Regionalgesellschaften wie Kabel NRW oder E-Kabel.

So lud Anga-Präsident Thomas Braun zu einem Kabel-Gipfel nach Nordrhein-Westfalen ein. Man habe mit dem Regionalbetreiber NRW zwar auf der Technikebene erfolgreich zusammengearbeitet: "Nun gilt es, die Initiative auf eine breitere Basis zu stellen. Nach den ersten greifbaren Ausbauerfolgen sollte eine Marketingoffensive für den Kabelanschluss folgen."

Dagegen kritisierte der Executive Vice-President der Deutschen Netzmarketing, Ingo Schuchert, heftig die Kooperationsunwilligkeit der neuen Anbieter. "Ich habe den Eindruck, dass man dort völlig das Potenzial unterschätzt, das in den schon etablierten Strukturen steckt."

Schuchert verwies darauf, dass die Kabelnetzbetreiber auch ohne die Regionalgesellschaften neue Programmangebote aquirieren könnten. So startet die Fremdsprachenplattform voraussichtlich am 15. Juni mit einer Reichweite von 2 Millionen Haushalten in den Kabelnetzen.
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