Andrew Mason: Gefeuerter Groupon-Chef schreibt humorvolle Abschiedsmail

Freitag, 01. März 2013
Via Twitter machte Mason seine Abschieds-Mail öffentlich (Bild: Screenshot twitter.com/andrewmason)
Via Twitter machte Mason seine Abschieds-Mail öffentlich (Bild: Screenshot twitter.com/andrewmason)


Schwache Performance, starker Abgang: Weil das Schäppchenportal Groupon zuletzt mit fürchterlichen Geschäftszahlen aufwartete, muss Mitgründer und CEO Andrew Mason gehen. Der nimmt es nicht ohne Humor, und verabschiedet sich in einer ironischen Mail von seinen Mitarbeitern. Die Verantwortung für die schlechte Unternehmensperfomance übernimmt Mason allerdings. "Nach viereinhalb intensiven und wundervollen Jahren als CEO von Groupon habe ich beschlossen, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nur ein Scherz: Ich wurde heute gefeuert", beginnt Mason seine Mitteilung an die Belegschaft, die er schließlich per Tweet auch öffentlich machte. Aus den Gründen macht der geschasste Unternehmensgründer kein Geheimnis: So habe Groupon in den vergangenen anderthalb Jahren die eigenen Erwartungen nicht erfüllt und an der Börse stark an Wert verloren - erst gestern war der Aktienkurs um fast ein Viertel eingebrochen. Dafür, so Mason, übernehme er als CEO die Verantwortung.

Seinen Mitarbeitern attestiert der 32-Jährige, einen großartigen Job zu machen. "Ihr habt es verdient, dass die Öffentlichkeit euch eine zweite Chance gibt. Ich bin dabei nur im Weg." Mit einem neuen CEO an Bord und einer frischen Unternehmensstrategie sei es nun an der Zeit, Groupon von "dem öffentlichen Getöse zu erlösen." Er wolle sich jetzt erstmal eine Auszeit nehmen - und ein paar Pfunde loswerden, schreibt Mason. Das Kommando bei Groupon übernehmen nun übergangsweise Mitgründer und Verwaltungsratschef Eric Lefkofsky sowie sein Stellvertreter Ted Leonsis. "Ich möchte Andrew für seine Führungsqualitäten, seine Kreativität und seine große Loyalität zu Groupon danken", so Lefkofsky.

Groupon war im November 2011 an die Börse gegangen und wurde zum Start mit 20 Dollar pro Aktie notiert - Zweifel an dem Geschäftsmodell des Rabattportals sowie schlampige Buchführung trugen jedoch dazu bei, dass Groupon an der Börse immer weiter nach unten rutschte. Nach Bekanntwerden von Masons Abgang legte die Aktie nachbörslich wieder etwas zu und liegt bei 4,73 Dollar. ire
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