Andreas Siefke wird neuer Vorsitzender des Forum Corporate Publishing

Mittwoch, 30. Juni 2010
Andreas Siefke
Andreas Siefke

Elf Jahre nach der Gründung werden die Weichen im Forum Corporate Publishing (FCP) neu gestellt:  Andreas Siefke, Geschäftsführer Hoffmann und Campe Corporate Publishing, wurde heute mit 52 Stimmen und somit einstimmig zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Mit Profilwerkstatt-Chef Ralf Ansorge und Rainer Burkhardt von Kircher Burkhardt ist das neue Vorstandsteam komplett. Im Exklusiv-Interview mit HORIZONT spricht Andreas Siefke über die zukünftige Ausrichtung des Verbands und die Konkurrenzkämpfe im Markt. Ihr Vorgänger Manfred Hasenbeck war ein äußerst präsenter und aktiver FCP-Vorsitzender. Welche neuen Akzente werden Sie setzen?
Andreas Siefke: Manfred Hasenbeck ist ein anderer Typ als ich, und er war in den ersten zehn Jahren des FCP die ideale Besetzung. Es war wichtig, dass da jemand war, der etwas lauter rufen konnte als alle anderen. Mittlerweise ist Corporate Publishing (CP) aber als Mediengattung etabliert, da liegt die zentrale Aufgabe nicht mehr darin, auf sich aufmerksam zu machen. Wir müssen jetzt auf die Herausforderung durch die digitalen Medien reagieren und ein erweitertes Verständnis von CP entwickeln. Es gibt neue Gewässer, die erobert werden wollen, vor allem in der Online- und Mobilkommunikation.

Das FCP gründet mit den Verbänden für Corporate TV und Medienproduktion den Dachverband Media Forum Europe (MFE). Gleichzeitig will sich das FCP breiter aufstellen. Das wirkt nicht schlüssig. Wer spricht den künftig für die CP-Branche?
Das MFE soll als Dachverband agieren, der unsere Handlungsbasis vergrößert. Auf Kundenseite werden wir immer noch stark mit Print in Verbindung gebracht, weshalb wir nach einer Möglichkeit gesucht haben, die angrenzenden Institutionen mit ins Boot zu nehmen. Wir wollen Fakten schaffen und ein Terrain besetzen, bevor es andere tun. Beim Thema Digital dürfen wir nicht zulassen, dass uns technikgetriebene Dienstleister das Wasser abgraben.

Report "Kundenmedien"

Das ganze Interview können Sie in HORIZONT-Ausgabe 26/2010 nachlesen.

Mehr zum Report "Kundenmedien" finden Sie hier.

Sie können den kompletten Report auch im PDF-Format für 5,80 Euro (zuzüglich MwST) bestellen.

Im Zuge der Medienkrise stürzen sich immer mehr Verlage und andere Anbieter wie Nachrichtenagenturen oder Freelancer auf das Thema CP. Mit welchem Erfolg?
Das Becken wird voller, aber relevante Etatgewinne durch neue Player sind noch die absolute Ausnahme. Die neuen Konkurrenten haben vor allem Probleme mit dem für CP notwendigen Selbstverständnis als Dienstleister. Eine Entwicklung müssen wir allerdings im Auge behalten: Je mehr Agenturen in diesen Bereich hereinkommen, desto eher können auch andere Abrechnungssysteme Fuß fassen. Interview: Klaus Janke
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