Andersen-Studie: Telekommunikationsunternehmen laufen bei Multimedia am Massenmarkt vorbei

Mittwoch, 07. Oktober 1998

Eine Umfrage der Unternehmensberatung Andersen Consulting unter Geschäftsführern von Telekommunikationsunternehmen ergab erhebliche Zweifel, ob Multimedia-Dienste zukünftig von der Mehrheit der Privatkunden nachgefragt werden. Techniklastigkeit, mangelhafte Nutzenvermittlung sowie eine überholte Preispolitik stellen danach die größten Zugangsbarrieren für den Normalverbraucher dar. Mittelfristig ist kein Ersatz für die Wachstumsträger Call-by-call und Mobilfunk in Sicht. 73 Prozent der Geschäftsführer nennen komplizierte Technik, geringen Informationsstand und ein ständig wechselndes Angebot als größte Probleme bei der Nachfrageentwicklung. 69 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, daß die Privatkunden auch im Jahr 2002 mehrheitlich den Einkauf beim Fachhandel gegenüber der Nutzung virtueller Vertriebskanäle (Call Center, Internet) vorziehen werden. Damit fehle eineGrundvoraussetzung für den erhofften Online-Shopping-Boom. Die 36seitige deutschsprachige Studie "Die Zukunft des deutschen Telekommunikationsmarktes" ist unter Telefon 06196/57-61 32 erhältlich.
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