Analyse: Die wichtigsten Medientrends 2010

Dienstag, 12. Januar 2010
Die Beratungsfirma hat die Medientrends 2010 analysiert
Die Beratungsfirma hat die Medientrends 2010 analysiert

Mit einem harten Wettbewerb für Mobile Apps rechnen die Mediaanalysten der Londoner Beratungsfirma Screen Digest. Zwar werde Apples App Store bis Ende 2013 rund 7 Milliarden Downloads erzielen. Doch die zunehmende Konkurrenz durch andere Anbieter könne zu einer Zersplitterung des Marktes führen, fürchten die Analysten. Hier die wichtigsten vier Entwicklungen, die Screen Digest für 2010  identifiziert. Mobile Apps: Nicht alle App Stores werden so erfolgreich sein, wie der des Vorreiters Apple. Nichtsdestotrotz entdecken zahlreiche Anbieter das Feld für sich. "Die explodierende Zahl anderer App Stores und dazugehöriger Entwickler-Plattformen stellen eine Gefahr durch unnötige Zersplitterung des Marktes dar", warnt Ronan de Renesse, Senior Analyst. Zu den größeren Playern gehören neben Apple, Google, Nokia, Samsung, Microsoft, Vodafone und Orange. Mit einer Konsolidierung ist laut de Renesse in absehbarer Zeit nicht zu rechnen.

TV Werbung: Um eine Erholung der Werbeausgaben nach sich zu ziehen, müsse die Wirtschaft in diesem Jahr um 2 bis 3 Prozent wachsen, rechnen die Analysten vor. Auch dann sei eine Rückkehr zu dem Niveau vor 2009 jedoch nicht zu erwarten. Allein für die TV-Werbung gibt Vicent Letang, Chef Advertising Intelligence, eine positive Aussicht ab: "Die in der zweiten Hälfte von 2009 auf ein Rekordtief gesunkenen Werbepreise werden sich im Laufe des Jahres allmählich erholen." Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sorge für weitere positive Effekte.

Motion Control bei Konsolen: Um ihre Marktdominanz gegenüber Social Network Spielen im Internet und App Store Verkäufen für Smartphones zu verteidigen, arbeiten die Konsolenhersteller auf Hochtouren an technischen Neuerungen. Neue Motion Control Optionen für Sonys PS3 und Microsofts Xbox 360 sollen den Lebenszyklus der Konsolen verlängern und den Herstellern eine Atempause verschaffen. "Mit einem starken Anstieg beim Spielekonsum auf alternativen Geräten und Plattformen nimmt der Wettbewerb stetig zu", sagt Piers Harding-Rolls, Leiter für Spiele bei Screen Digest.

Vernetztes Zuhause: Gerade über die Konsolen werden Online-Video-Angebote und Fernsehen immer näher zusammenrücken. "Im Moment haben Spielekonsolen einen bedeutenden Vorsprung, wenn es darum geht, Internetinhalte auf den Fernsehschirm zu bringen", sagt Dan Cyran, Leiter der Abteilung Broadband. Fernsehgeräte, Blu-Ray-Player und ander Set-Top-Boxen werden jedoch zunehmend mit dem Internet verbunden sein. pap
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