Ambient-Medien punkten bei den Jüngeren

Donnerstag, 25. Oktober 2001

Die Mediaagentur Contrast hat auch in diesem Jahr im Gegensatz zum allgemeinen Trend in der Kommunikationsbranche die vorgegebenen Planziele erreicht. Nach 160 Millionen Mark Billings im Vorjahr werden in diesem Jahr 170 Millionen Mark Billings bei Contrast erwartet. Vorstandschef Gerd Himmels führt das vor allem auf neue und große Kunden, darunter die Agentur Mindshare, sowie die Beteiligung an der Düsseldorfer Spezialagentur Magic Poster zurück.

Für die Branche insgesamt prognostizierte Himmels, dass die Planziele nicht erreicht, allerdings auch nicht drastisch verfehlt werden. "Wir schätzen, dass die Außenwerbung maximal 5 Prozent Plakatstellen gegenüber dem Vorjahr verliert, beim Umsatz werden es nur 2 Prozent weniger sein." Verhaltenen Optimismus verströmte der Contrast-Chef mit Blick auf das Wachstum seiner Agentur im Jahr 2002, "zumal die Bundestagswahlen für zusätzliche Aufträge sorgen werden".

Contrast legte erstmals ein "Ambient-Media-Barometer" vor, das analog zum bekannten "Plakat-Barometer" ausgewählte Ambient-Medien auf ihre Werbeleistungen am Beispiel konkreter Kampagnen untersucht. Danach sprechen Ambient-Medien vor allem die werbeattraktive Zielgruppe der 14- bis 39-Jährigen an. Die Zahl der Befragten, die die untersuchten Werbemotive ausschließlich über Ambient-Medien gesehen haben, liegt im zweistelligen Bereich.

Höchstwerte erreichen Postkarten in der Szene-Gastronomie mit 16 Prozent und Toilettenplakate mit 35 Prozent. Basis waren 2500 Contrast-Interviews der vergangenen zwei Jahre und 300 Face-to-Face-Interviews aus sieben Städten.
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