Amazon verkauft mehr E-Books als gedruckte Bücher

Freitag, 20. Mai 2011
Amazon erobert mit dem Kindle den Markt für E-Books
Amazon erobert mit dem Kindle den Markt für E-Books
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Die Digitalisierung ist auch im Buchmarkt nicht mehr aufzuhalten. Der Online-Riese Amazon verkauft inzwischen mehr E-Books für sein elektronisches Lesegerät Kindle als gedruckte Bücher. In der Amazon-Verkaufsbilanz stehen seit April dieses Jahres 100 verkauften Paperbacks und Hardcover-Büchern 105 Kindle-Books gegenüber. Eine erstaunliche Bilanz: Das Kindle von Amazon kam erst im November 2007 auf den Markt. "Wir haben gehofft, dass das irgendwann mal passieren würde. Wir hätten aber niemals für möglich gehalten, dass es so schnell gehen würde", kommentiert Amazon-CEO und Gründer Jeff Bezos die Entwicklung.

Dass Bezos angesichts des rasanten Wachstums im Geschäft mit digitalen Büchern ins Schwärmen gerät, ist nachvollziehbar. Bezos ist seit knapp 16 Jahren mit Amazon als Händler für gedruckte Bücher unterwegs - viermal so lange wie mit dem Kindle. Allerdings ist anzunehmen, dass Amazon den sprunghaften Anstieg der Kindle-Books-Verkäufe zumindest zum Teil dem Wettbewerber Apple zu verdanken hat. Grund ist der massenhafte Ansturm auf das iPad. Nutzer der "Wunderflunder" haben über eine spezielle App die Möglichkeit, auch Bücher im Kindle-Store von Amazon zu kaufen - und anschließend auf dem iPad zu lesen. Dies dürfte die Verkäufe ebenfalls angekurbelt haben.

Ungeachtet dessen spricht alles dafür, dass die rasante Entwicklung bei Amazon anhält. Nach Unternehmensangaben wurden in diesem Jahr bereits drei Mal so viele Kindle-Books verkauft wie im Vergleichszeitraum des Jahres 2011. Weitere Kaufanreize setzt Amazon derzeit mit Sonderangeboten. Der im Preis herabgesetzte Kindle für 114 US-Dollar ist laut Unternehmensangaben in den USA bereits nach fünf Wochen das am meisten verkaufte Gerät in der Kindle-Familie. mas
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